Abstracts

Abstract zur Keynote:
„Digitalisierung und Arbeiten 4.0 - Auswirkungen auf die Psychologie“
Referent: Prof. Dr. Bertolt Meyer

Abstract zum Offenen Panel
1. „Was macht gute digitale Angebote zur psychischen Gesundheit aus?
Referentin: Dipl.-Psych. Julia Scharnhorst

Abstract zum Offenen Panel
2. „Berufsethische Fragen zur Digitalisierung: Neue Belastungen, neue Probleme und Bedarfe?“

Referent: Dipl.-Psych. Fredi Lang

Abstract zum Offenen Panel
3. „Facebook, YouTube, Instagram & Co. – Soziale Netzwerke als (Werbe)Plattform für Psychologinnen und Psychologen…mit Potenzial?!“

Referentin: Désirée Meuthen B.Sc.

Abstract zum Offenen Panel
4. „Wenn Hacker keine Computer, sondern Menschen "hacken“

Referent: Dipl.-Psych. Linus Neumann

Abstract zum Workshop
A. „Agil, flexibel, komplex und digital – was ist neu an ‚New Work‘?“

Dipl.-Psych. Christina Grubendorfer

Abstract zum Workshop
B. „Online-Therapie: Zum Stand der Wirksamkeit, rechtliche Rahmenbedingungen und Praxisbeispiele“

Referentin: Prof. Dr. Christiane Eichenberg

Abstract zum Workshop
C. „Künstliche Intelligenz für Training und Eignungsdiagnostik - wohin geht die Reise?“

Referent: Markus Langer M.Sc.

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5. „Brauchen wir einen ‚digitalen Arbeitsschutz‘?“
Referentin: Dipl.-Psych. Julia Scharnhorst

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6. „Berufsethische Fragen zur Digitalisierung: Herausforderungen und notwendige Kompetenzen“
Referent: Dipl.-Psych. Fredi Lang

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7. „Content Marketing in der Psychologie – Wie Sie Webseite, Blog und SEO nutzen, um mit Inhalten Menschen zu gewinnen“

Referentin: Désirée Meuthen B.Sc.

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8. „Künstliche Intelligenz für Training und Eignungsdiagnostik - Eine kritische Fortsetzung der Reise“

Referent: Markus Langer M.Sc.


Abstract zur Keynote:
„Digitalisierung und Arbeiten 4.0 - Auswirkungen auf die Psychologie“
Referent: Prof. Dr. Bertolt Meyer

In meinem Vortrag erläutere ich zunächst die Begriffe Industrie 4.0 (vollständige Digitalisierung sämtlicher Prozesse entlang der Wertschöpfungskette), Arbeiten 4.0 (mobil-flexible Arbeit in der Industrie 4.0) und zeige beispielhafte Fortschritte der Digitalisierung: Roboter mit Staatsbürgerschaft, Künstliche Intelligenz, die nicht mehr von Menschen lernt und ein Mensch, der immer mehr mit der Maschine verschmilzt. In Linz wird in Kürze der Erste Lehrstuhl für Robo-Psychologie eingerichtet.

Ich diskutiere die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Zukunft der Psychologie anhand einiger Beispiele und beleuchte dabei auch die Auswirkungen von Arbeit 4.0 auf die psychische Gesundheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

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1. „Was macht gute digitale Angebote zur psychischen Gesundheit aus?“
Referentin: Dipl.-Psych. Julia Scharnhorst

Es gibt immer mehr digitale Angebote auf dem Markt, die versprechen, die psychische Gesundheit zu steigern, psychische Störungen zu bessern, die Stressbewältigung zu verbessern oder die mentale Leistungsfähigkeit zu steigern. Viele Nutzer wissen nicht, woran sie ein seriöses und gutes Angebot erkennen können. Das wäre wichtig, weil es viele Angebote gibt, die von Fachfremden erstellt wurden oder Dinge versprechen, die nicht gehalten werden können.
So stellt sich die Frage, was eigentlich gute psychologische Gesundheits-Apps auszeichnet und wie dies den Nutzern vermittelt werden kann. Der BDP hat Kriterien für ein Gütesiegel für psychologische Gesundheits-Apps erarbeitet. Diese Kriterien werden vorgestellt und diskutiert.

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2. „Berufsethische Fragen zur Digitalisierung: Neue Belastungen, neue Probleme und Bedarfe?“

Referent: Dipl.-Psych. Fredi Lang
Wie werden sich Identitätskonzepte, Lebensentwürfe und das Miteinander entwickeln? Welche besonderen Themen und Konzepte sind zukünftig erforderlich, z.B. im Kontext Motivation und Identifikation mit der Arbeit, Selbstmanagement, Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben, allgemeiner Lebenszufriedenheit?

Ziele dieser Arbeitsrunde sind das Zusammentragen von Ideen, Konzepten und Ergebnissen.

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3. „Facebook, YouTube, Instagram & Co. – Soziale Netzwerke als (Werbe)Plattform für Psychologinnen und Psychologen…mit Potenzial?!“

Referentin: Désirée Meuthen B.Sc.

Soziale Netzwerke werden immer beliebter. Die Anzahl der Nutzer von Facebook, YouTube, Instagram und Snapchat steigt rasant. Aber auch immer mehr Unternehmen und Organisationen entdecken Social Media als Werbeplattform für sich. Die Gründe dafür scheinen offensichtlich: Noch nie war es so einfach, bestimmte Zielgruppen kostengünstig mit Direkt Marketing-Maßnahmen zu adressieren. Auch für Psychologinnen und Psychologen bietet sich hier ein großes Potenzial. Aus diesem Grund sollen die verschiedenen sozialen Netzwerke mit ihren Werbemöglichkeiten kurz vorgestellt sowie ihre jeweiligen Vor- und Nachteile hinsichtlich verschiedener psychologischer Tätigkeitsfelder besprochen werden.

Am Ende der Arbeitsrunde sollen die Teilnehmenden einen Einblick in die potenziellen Werbemöglichkeiten sozialer Netzwerke erkannt und für sich selber erste Ideen zur eigenen Vermarktung generiert haben.

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4. „Wenn Hacker keine Computer, sondern Menschen "hacken“

Referent: Dipl.-Psych. Linus Neumann

Über die Schadens- und Opferzahlen von Online-Kriminalität herrscht allgemeine Uneinigkeit. Klar ist jedoch: Oft beginnt der Angriff mit einer geschickten Täuschung – und nicht etwa mit dem technischen “Hack” eines Computers.
Wir Menschen selbst sind das anfälligste und unsicherste Element im Netz. Software-Schwachstellen erhalten regelmäßig internationale Aufmerksamkeit und werden dann behoben. Was aber machen wir mit den menschlichen Schwachstellen, die Online-Kriminelle täglich ausnutzen?

Ziel des Offenen Panels ist es Wissen über das Social Engineering zu vermitteln und allgemeine Probleme in der Passung Mensch vs. IT-Sicherheit zu beleuchten.

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A. „Agil, flexibel, komplex und digital – was ist neu an ‚New Work‘?“

Dipl.-Psych. Christina Grubendorfer

Eine kurze Rundreise durch die Welt der New Work Konzepte, Organisationsmoden und Zukunftsthemen - wie „Holocracy“, „Reinventing Organizations“, Agiles Projektmanagement, Agile Führung, Digitale Transformation, Achtsamkeit ... Aktuell wird viel darüber gesprochen, dass Unternehmen ihre Arbeitswelt verändern sollten, um zukunftsfähig zu bleiben. Die alten Rezepte funktionieren scheinbar nicht mehr, die neuen Rezepte scheinen noch nicht belastbar genug zu sein. Für Unternehmen stellt sich die Frage: Wie können wir die Chancen von New Work nutzen? In welcher Dosierung und Form lässt sich dieses Neue gut mit unserer bisherigen und bewährten Kultur verbinden? Wie finden wir das für uns passende New Work Design?

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B. „Online-Therapie: Zum Stand der Wirksamkeit, rechtliche Rahmenbedingungen und Praxisbeispiele“

Referentin: Prof. Dr. Christiane Eichenberg

Seitdem sich das Internet als Alltagsmedium etabliert hat, wird es auch für Gesundheitsfragen von großen Teilen der Bevölkerung selbstverständlich genutzt. Hierzu gehört auch eine hohe Inanspruchnahmebereitschaft bei psychischen Problemen. Mit dem Einsatz moderner Medien bei psychischen Problemen beschäftigt sich das noch recht junge Praxis- und Forschungsfeld „E-Mental Health“. Während manche Anwendungen (z. B. im Bereich der Selbsthilfe oder Prävention) wenig umstritten sind, ist der Legitimationsdruck für Beratung oder gar Psychotherapie, die über das Internet geführt wird, deutlich stärker. In dem Zusammenhang wird in diesem Vortrag der Forschungsstand zur Wirksamkeit und Wirkweise von Online-Beratung und Online-Therapie konzise zusammengefasst und zentrale Forschungsdesiderate herausgearbeitet. Es zeigt sich, dass die Outcome-Forschung zusammenfassend die Wirksamkeit von insbesondere kognitiv-behavioral orientierten Therapieansätzen nach dem Konzept von „guided self-help“ bei Angststörungen und Depression belegt hat und ebenso für psychodynamisch konzipierte Online-Angebote erste Evidenz vorliegt. Die Prozess-Outcome-Forschung z. B. bezüglich der Frage nach der Qualität der therapeutischen Beziehung im Online-Setting liefert hingegen sehr viel weniger empirisch fundierte Antworten ebenso wenig wie die Psychotherapiemisserfolgsforschung, die gerade erst beginnt, sich auch mit den Risiken und Nebenwirkungen von Interventionen im Online-Setting zu beschäftigen. Abschließend wird die aktuellen berufsrechtlichen Rahmenbedingungen zu E-Mental Health Anwendungen in der Psychotherapie dargestellt.

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C. „Künstliche Intelligenz für Training und Eignungsdiagnostik - wohin geht die Reise?“

Referent: Markus Langer M.Sc.

Computeralgorithmen finden zunehmend den Einzug in das alltägliche Leben. Heutzutage schlagen selbstlernende Algorithmen zum Beispiel vor, welche Hose zusammen mit welchen Schuhen gekauft werden sollte. Außerdem überflügeln diese Algorithmen den Menschen in Schach und können die sexuelle Orientierung anhand des menschlichen Gesichts vorhersagen. 
Inzwischen halten sie auch Einzug in Training und Eignungsdiagnostik – zwei zentralen Bereichen der Personalarbeit. Beispielsweise können sie innerhalb virtueller Lernumgebungen dazu genutzt werden, Bewerberinnen auf ein Bewerbungsgespräch vorzubereiten. Der Fokus bei einem solchen Training liegt nicht nur auf einer Darstellung des Ablaufes und der Fragen in einem typischen Bewerbungsgespräch, sondern auch auf der Erkennung der Körpersprache der Bewerberinnen. Solche Programme sind fähig, sich auf das Verhalten von Bewerberinnen einstellen und Empfehlungen für angemessene Körpersprache in Bewerbungsgesprächen zu geben.
Es ist naheliegend, dass solche Verfahren nicht nur für die Weiterbildung von Bewerbern verwendet werden können, sondern auch für die Eignungsdiagnostik. Hierbei können Algorithmen mit Daten von erfolgreichen Mitarbeitern gespeist werden und erkennen darin Muster, mit deren Hilfe Sie dann zukünftige Bewerber auswählen.

Innerhalb des Workshops werden Grundlagen selbstlernender Algorithmen vorgestellt, die genannten praktischen Beispiele näher vorgestellt, und in Diskussionen kritisch beleuchtet.

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5. „Brauchen wir einen ‚digitalen Arbeitsschutz‘?“
Referentin: Dipl.-Psych. Julia Scharnhorst

Die zunehmende Digitalisierung verändert nicht nur unsere Lebensbedingungen, sondern auch ganz besonders die Arbeitsbedingungen. Arbeitsleistungen und -menge werden leicht kontrollierbar, die Arbeit an sich kennt keine Grenzen mehr, sondern kann überall und jederzeit ausgeübt werden. Das hat nicht nur Vorteile, sondern kann auch zu besonderen psychischen Belastungen führen. Das wirft die Frage auf, ob unsere Arbeitsschutzregelungen noch ausreichen, um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen oder ob es neue Vorschriften und Gesetze braucht.

In dieser Arbeitsrunde sollen die besonderen Belastungsfaktoren herausgearbeitet werden, die durch die zunehmende Digitalisierung entstehen. Außerdem soll diskutiert werden, welche Maßnahmen des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz sinnvoll und empfehlenswert sind

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6. „Berufsethische Fragen zur Digitalisierung: Herausforderungen und notwendige Kompetenzen“
Referent: Dipl.-Psych. Fredi Lang

Was bedeuten die Veränderungen für Psychologinnen und Psychologen im Hinblick auf ihre Medienkompetenz? Welches Struktur- und Zusammenhangswissen über „durch Digitalisierung veränderte Welten“ benötigen sie zukünftig?

Ziele dieser Arbeitsrunde sind das Zusammentragen von Ideen, Konzepten und Ergebnissen.

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7. „Content Marketing in der Psychologie – Wie Sie Webseite, Blog und SEO nutzen, um mit Inhalten Menschen zu gewinnen“

Referentin: Désirée Meuthen B.Sc.

Wer heutzutage in der schnelllebigen Zeit des Internets bestehen möchte, muss vor allem mit einer Sache überzeugen: den eigenen Inhalten. Klassische Marketingmaßnahmen sind zwar nicht bedeutungslos geworden, aber gerade die Vermarktung von Inhalten (Content Marketing) ermöglicht es Psychologinnen und Psychologen, sich online als Experten zu positionieren und Reichweite aufzubauen. Eine eigene Webseite kann hierfür ein passendes Medium bieten. Allerdings sollte Content Marketing nicht einfach willkürlich erfolgen, sondern gut geplant sein. Es soll daher aufgezeigt werden, wie eine solche Planung aussehen kann und welche Rolle Blogs und Suchmaschinenoptimierung dabei spielen.

Am Ende der Arbeitsrunde sollen die Teilnehmenden ein erstes Verständnis für die Bedeutung von Content Marketing entwickelt und einen Einblick hinsichtlich möglicher eigener Maßnahmen gewonnen haben.

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8. „Künstliche Intelligenz für Training und Eignungsdiagnostik - Eine kritische Fortsetzung der Reise“

Referent: Markus Langer M.Sc.

In kleinerer Runde sollen bei diesem Thementisch die aufgetretenen Themen des Workshops „Künstliche Intelligenz für Training und Eignungsdiagnostik“ weiterführend diskutiert werden können.

Ziele dieser Arbeitsrunde sind die vertiefte Auseinandersetzung mit den Themen selbstlernende Algorithmen, sowie praktische Beispiele ihrer Anwendung in Training und Eignungsdiagnostik.